Poker als Lebensweise

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von Christian Becker
24/02/2019
Poker als Lebensweise

Poker ist ein faszinierendes Spiel, von dem es viele Varianten gibt. In den vergangenen Jahren hat das Spiel auch in Deutschland immer mehr Fans gefunden. Einige deutsche Profis verdienen mit dem Poker Millionen, für viele andere Spieler ist es eine tolle Beschäftigung nebenbei, die für ein zusätzliches Einkommen sorgt.

 

Viele Turniere locken mit hohen Preisgeldern

Durch die große Aufmerksamkeit in den Medien haben große Turnierserien wie die World Series of Poker in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Viele Pokerturniere werden zwar noch immer von Spielern aus den USA dominiert, schon längst haben sich jedoch auch Europäer in der Szene etabliert. Dazu zählen auch eine ganze Reihe von Spielern aus Deutschland. Neben diesen Profis, die mit dem Poker zu Millionären geworden sind, gibt es immer mehr Menschen, die außerhalb von Turnieren im Internet Poker spielen. Einige Profis haben ebenfalls auf diese Weise angefangen, bevor sie mit ihren Fähigkeiten auch bei Turnieren für Aufsehen gesorgt haben.

Deutschlands erfolgreichster Spieler

Der mit Abstand beste Spieler aus Deutschland ist Fedor Holz. Er wurde 1993 in Saarbrücken geboren und tritt seit 2012 bei großen Turnieren an. Seinen ersten Sieg feierte er schon 2013, das meiste Preisgeld kassierte er drei Jahre später. Mehr als 16 Millionen US-Dollar erspielte sich Holz bei Pokerturnieren im Jahr 2016, insgesamt hat er schon weit über 30 Millionen US-Dollar gewonnen. Mit dem Spielen begann er erst mit 16, seine ersten Erfahrungen beim Poker sammelte Fedor Holz im Internet.

Die beste Deutsche am Pokertisch

Als erfolgreichste Spielerin in Deutschland gilt Sandra Naujoks. Sie wurde 1981 in Dessau geboren und hat vor allem zwischen 2008 und 2013 bei einigen Turnieren für Aufsehen gesorgt. Im Jahr 2009 wurde sie durch ihren Sieg bei der Europameisterschaft sogar zur jüngsten Pokermillionärin in Deutschland. Mittlerweile ist sie nur noch selten bei Turnieren am Start. Stattdessen konzentriert sie sich auf ihre Pokerakademie, die sie an ihrem neuen Wohnort in Portugal gegründet hat.

Starthelfer aus dem Nachbarland

Ein Österreicher hat viele Deutsche zum Poker gebracht. Markus Golser stammt aus Salzburg und begann in den 90er Jahren mit dem Poker. Schon im Jahr 2000 war er bei der World Series of Poker in Las Vegas am Start, später war er dann von Anfang an Stammgast bei der deutschen TV-Serie „German High Roller“, die seit 2009 ausgestrahlt wird. Als einer der ersten international erfolgreichen Spieler aus dem deutschsprachigen Raum dürfte er auch in Deutschland für viele Spieler ein Vorbild gewesen sein. Seine aggressive Spielweise ist die beste Strategie und bietet bis heute sehr gutes Anschauungsmaterial.

In Norwegen hält Annette Obrestad den Titel der besten Pokerspielerin. 2007 gewann Sie das das Main Event der World Series of Poker Europe und ist damit die jüngste Person, die ein WSOP-Bracelet gewonnen hat.

Weitere bekannte Spieler aus Deutschland

  • Dominik Nitsche: Mit Gewinnen von mehr als 16 Millionen US-Dollar hat es auch dieser Spieler längst zum Millionär gebracht. Darüber hinaus ist er der erfolgreichste Deutsche in der Geschichte der World Series of Poker, bei der er schon mehrere der begehrten Bracelets gesammelt hat. Seine Karriere bei Turnieren startete schon im Jahr 2009, danach erzielte er nach und nach höhere Preisgelder bei weiteren Turnieren. Drei Jahre später gewann er dann sein erstes WSOP-Bracelet und sicherte sich damit ein Preisgeld von mehr als 600.000 US-Dollar.
  • Ole Schemion: Der Berliner ist in der Szene auch unter dem Spitznamen „wizowizo“ bekannt. Bei Live-Turnieren zeigt er seine beeindruckenden Fähigkeiten immer wieder, schon 2012 konnte er mit einigen hochdotierten Turniersiegen auf sich aufmerksam machen. Zugleich sicherte er sich damit genügend Guthaben, um auch in den kommenden Jahren immer wieder an Tischen mit hohen Preisgeldern zu spielen – zu seinen Preisgeldern dürfte also sicher noch die eine oder andere Million hinzukommen.
  • Rainer Kempe: Spätestens mit dem Super High Roller Bowl-Finale im Jahr 2016 hat sich Kempe einen guten Ruf erarbeitet. Die zweite Auflage dieses Turniers brachte ihm ein Preisgeld von nicht weniger als fünf Millionen US-Dollar und die entsprechende Aufmerksamkeit. Abseits der Tische hat er diese durch seine Beziehung mit Maria Ho noch einmal ausgebaut.
  • Christoph Vogelsang: Er hatte seinen Durchbruch ebenfalls bei einem bestimmten Turnier, nämlich beim Big One for One Drops im Jahr 2014. Obwohl er „nur“ Dritter wurde, sicherte er sich ein Preisgeld von mehr als vier Millionen Dollar und einen festen Platz an den High Stakes-Tischen. Zudem ist Vogelsang bekannt dafür, relativ langsam zu spielen – die Preisgelder geben ihm jedoch recht.

Bekannte Profis aus den USA

Natürlich gibt es auch in vielen anderen Ländern gute Pokerspieler. Das Mutterland des Pokers sind aber nach wie vor die Vereinigten Staaten, wo es eine ganze Reihe von absoluten Legenden gibt. Zwei bekannte Namen unterstreichen das.

  • Phil Hellmuth: Der im Jahr 1964 geborene Hellmuth hat mit seinen Fähigkeiten, aber auch mit seinen Reaktionen auf Niederlagen dafür gesorgt, dass die Meinungen über ihn stark auseinandergehen. Unbestritten ist jedoch sein Erfolg: Mit nicht weniger als 15 Bracelets ist er Rekordhalter in der World Series of Poker. Schon im Juli 2007 wurde Hellmuth zudem in die Poker Hall of Fame aufgenommen.
  • Justin Bonomo: Obwohl Bonomo mehr als 20 Jahre jünger als Hellmuth ist, hat er bereits weit über 40 Millionen US-Dollar allein an Preisgeldern verdient. Damit gilt er in dieser Rangliste als erfolgreichster Spieler weltweit. Besonders das Jahr 2018 lief für ihn sehr gut – zwischen Januar und Dezember kassierte er nicht weniger als 25 Millionen US-Dollar.

Poker als Teilzeitjob

Es ist alles andere als einfach, wenn man bei großen internationalen Turnieren an die Geldtische kommen will. Viele Spieler, für die Poker eine Vollzeit- oder wenigstens eine Teilzeitbeschäftigung ist, entscheiden sich deshalb lieber für Turniere auf speziellen Onlineportalen. Selbst bekannte Profis sind in der Regel von Zeit zu  Zeit im Internet aktiv, zudem haben diese Spieler oft auch noch Werbeverträge für bestimmte Websites.

Der größte Vorteil des Internets ist es, dass man dort so oft und so lange spielen kann, wie man will. Wer eine Karriere als Pokerspieler anstrebt oder zumindest nebenbei ein wenig Geld mit seinem Hobby verdienen will, hat jederzeit die Chance, ein wenig zu trainieren. Das ist die wichtigste Voraussetzung, um später Geld zu gewinnen. Natürlich spielt bei jedem Spiel auch das Glück eine Rolle, da sich schlechte Karten nicht in jeder Runde durch die eigenen Fähigkeiten ausgleichen lassen. Auf lange Sicht kann man die eigenen Chancen auf Gewinne mit den entsprechenden Kenntnissen und Fähigkeiten allerdings deutlich steigern. Selbst die besten Spieler der Welt haben als Amateure begonnen, bevor sie sich langsam nach oben gearbeitet haben.

 

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